Gibt es genetische Neigungen zu Fibroadenomen?

Knoten in der Brust kommen häufig vor, können jedoch ganz unterschiedliche Gründe und Ursachen haben. Daher ist die Gruppe der „Brustknoten“ sehr breit gefächert und nicht sehr aussagekräftig. Dennoch sind die Mehrzahl der Brustknoten gutartig (kein Brustkrebs) und somit kein Grund für Panik.1,2

Nichtsdestotrotz weckt die Diagnose eines Knotens in der Brust oft Angst vor Brustkrebs. Zwar besteht ein gewisses Risiko, dass sich ein Knoten als Krebs herausstellt, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit gering: Es erweisen sich circa 80% der Brustknoten als gutartig.3

Wie häufig kommen Fibroadenome vor?

Fibroadenome sind feste Knoten, die sich oft in der Pubertät entwickeln und daher am häufigsten bei Frauen im Alter von 14 bis 35 Jahren auftreten. Dennoch ist auch ein Auftreten in späteren Jahren ab 35 möglich, jedoch eher selten. Die Knoten sin meistens glatte Strukturen und lassen sich leicht unter der Haut verschieben. Fibroadenome haben oft eine Größe von 1-3 cm, können aber auch einen Durchmesser von mehr als 5 cm erreichen. Fibroadenome gelten als die häufigsten gutartigen Brustknoten, die bei Frauen gefunden werden: Geschätzt entwickeln circa 10% aller Frauen irgendwann im Laufe ihres Lebens ein Fibroadenom.2,4,5

Fibroadenome – Entstehung aufgrund genetischer Veranlagung?

In der Fachliteratur wird die Frage auf eine genetische Veranlagung für Fibroadenome nicht eindeutig beantwortet. Jedoch kommen sie in manchen Familen einfach häufiger vor als in anderen. Auch die Beobachtung von multiplen Fibroadenomen in Zwillingen in mehreren Fällen legt eine gewisse genetische Veranlagung nahe.6 Verbesserte Techniken der Genanalyse ermöglichen heutzutage mehr Forschung auf diesem Fachgebiet und es kann davon ausgegangen werden, dass mögliche genetische Zusammenhänge immer weiter erforscht und aufgeklärt werden. Eine Studie aus dem Jahr 2014 konnte bereits zeigen, dass gewisse Genmutationen gehäuft in den untersuchten Fibroadenomen auftraten, was die Annahme einer genetischen Veranlagung zumindest in manchen Fällen bestärkt.7

Was ist ein Fibroadenom?

Genetisches Risiko einer Entwicklung von Brustkrebs?

Es ist extrem sehr selten, dass sich Fibroadenome in Brustkrebs umwandeln. Studien haben gezeigt, dass die Existenz eines einfachen Fibroadenoms nicht mit einem höheren Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs verbunden ist. D.h. man muss sie nicht umbedingt operativ entfernen lassen. Wenn Sie stören, reicht eine einfache Ablation des Knotens. Einfache Fibroadenome bei Frauen ohne familiäre Vorgeschichte von Brustkrebs sind kein Anzeichen für ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Nur in Patientinnen mit sehr ausgeprägter Familienhistorie von Auftretenden bösartigen Brusttumoren in mittlerem Alter sollten Fibroadenome stärker kontrolliert werden um sicherzugehen, dass kein Brustkrebs vorliegt, denn ein Fibroadenom schützt nicht vor Brustkrebs.8,9

REFERENZEN

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