Echotherapie bei Schilddrüsenknoten

Was ist ein Schilddrüsenknoten?

Die Schilddrüse ist ein winziges, schmetterlingsförmiges Organ mit großer Wirkung. Sie ist der Treiber und Taktgeber unseres Körpers und produziert Hormone, die den Stoffwechsel und Energiehaushalt regulieren. Gerät die Schilddrüse selbst aus dem Takt, kann sich dies auf alle Vorgänge im Körper auswirken. Relativ häufig kommt es zu Wucherungen im Drüsengewebe – und sogenannte Schilddrüsenknoten entstehen.

Warum bilden sich Knoten in der Schilddrüse?

Schilddrüsenknoten können zum Beispiel bei Jodmangel entstehen. Bekommt die Schilddrüse zu wenig Jod, wächst sie und vergrößert ihr Gewebe. In der Folge vermehren sich die Schilddrüsenzellen und Gewebeknoten entstehen. Schilddrüsenknoten sind fast immer gutartig, nur etwa fünf Prozent der Knoten sind bösartig.

Wie häufig sind gutartige Schilddrüsenknoten?

Mit einem gutartigen Schilddrüsenknoten sind Sie nicht allein: Bei etwa 30 Prozent der Erwachsenen treten diese knötchen-artigen Gewebeveränderungen auf, bei Menschen über 65 Jahren steigt der Anteil sogar auf über 50 Prozent. Neben älteren Patienten sind Frauen besonders häufig betroffen. Sie entwickeln viermal häufiger einen Knoten als Männer.

Diagnose
Schilddrüsenknoten

Wie werden Schilddrüsenknoten entdeckt?

Sie werden oft bei Routineuntersuchungen entdeckt oder manchmal auch vom Patienten selbst ertastet.

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Schilddrüsenknoten wachsen oft sehr langsam, und viele bemerken die Gewebeveränderungen meist überhaupt nicht. Wenn die Knoten jedoch groß sind, können Probleme beim Schlucken, Heiserkeit, Nackenschmerzen oder ein unangenehmes Druckgefühl im Halsbereich auftreten. Darüber hinaus können größere Knoten auch optisch stören. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt, wenn Sie einen Knoten entdecken oder Beschwerden haben.

Was sind heiße und kalte Schilddrüsenknoten?

Heiße und kalte Knoten haben nichts mit der Temperatur zu tun. Vielmehr geht es darum, wie aktiv die Knoten sind – und ob sie Hormone produzieren oder nicht.

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Normal aktive Knoten produzieren immer die gewünschte Menge an Hormonen. Kalte Knoten bilden nur noch wenige oder gar keine Hormone mehr. Bei einem heißen Knoten hingegen arbeiten die Zellen quasi im Akkord. Sie produzieren ungesteuert Hormone, nehmen sehr viel Jod auf und können dadurch zu einer Überfunktion führen. Heiße Knoten treten am seltensten auf und sind gutartiger Natur.

Wie stellt der Arzt eine sichere Diagnose?

Gehen Sie am besten zu einem Schilddrüsen-Spezialisten, Nuklearmediziner oder Endokrinologen.

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Bei der Untersuchung tastet der Arzt zunächst den Hals ab und führt danach eine Ultraschalluntersuchung durch. Außerdem wird eine Blutprobe entnommen, um die Schilddrüsenwerte zu überprüfen. Stellt der Arzt einen Knoten fest, so wird in der Regel ein Szintigramm gemacht. Mit Hilfe dieses bildgebenden Verfahrens kann der Arzt nach Verabreichung von radioaktivem Technetium prüfen, ob es sich um einen so genannten kalten, normal aktiven oder heißen Knoten handelt. Weitere Werkzeuge der Diagnose sind die Feinnadelbiopsie, also die Entnahme einer Gewebeprobe, sowie die MIBI-Szintigraphie . Diese zeigen, ob der Knoten eventuell bösartig sein kann.

Können Schilddrüsenknoten gefährlich werden?

Viele Menschen denken: Ein Knoten bedeutet Krebs. Doch nur etwa fünf Prozent der Knoten sind bösartig und damit Krebserkrankungen.

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Eine Diagnose durch Ihren Arzt klärt das vor der Behandlung ab. Heiße Schilddrüsenknoten sind sogar immer gutartig – sie können allerdings zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen, was den Stoffwechsel durcheinander bringt und sich negativ auf den ganzen Körper auswirkt.

Behandlung
& Wirksamkeit

Bisher werden gutartige Schilddrüsenknoten meist mit radioaktiven oder chirurgischen Verfahren behandelt. Die Echotherapie kann eine Alternative zum chirurgischen Eingriff sein. Sie bietet sich ebenfalls dann an, wenn der Knoten wächst, Sie Beschwerden haben oder wenn etwa die Radiojodtherapie nicht angebracht ist. Die Echotherapie kann aber auch sinnvoll sein, wenn man weiterem Knotenwachstum vorbeugen möchte. Sprechen Sie darüber direkt mit Ihrem Arzt.

Behandlung
& Wirksamkeit

Bisher werden gutartige Schilddrüsenknoten meist mit radioaktiven oder chirurgischen Verfahren behandelt. Die Echotherapie kann eine Alternative zum chirurgischen Eingriff sein. Sie bietet sich ebenfalls dann an, wenn der Knoten wächst, Sie Beschwerden haben oder wenn etwa die Radiojodtherapie nicht angebracht ist. Die Echotherapie kann aber auch sinnvoll sein, wenn man weiterem Knotenwachstum vorbeugen möchte. Sprechen Sie darüber direkt mit Ihrem Arzt.

Wie funktioniert die Echotherapie?

Ähnlich den Sonnenstrahlen unter einer Lupe werden bei der Echotherapie Ultraschallwellen gebündelt.

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Sie erwärmen und schrumpfen den Knoten — ganz ohne Operation, Schnitte und Narben. Die Folge: Das zerstörte Gewebe schmilzt und der Körper baut es mit der Zeit eigenständig ab. Das umliegende gesunde Schilddrüsengewebe wird geschont und behält seine normale Funktion. Das ist wichtig, denn Patienten, denen die gesamte Schilddrüse oder große Teile davon entfernt wurden, müssen meist ihr Leben lang Hormone nehmen. Eine Echotherapie-Sitzung dauert nur etwa 20 bis 60 Minuten kann in der Regel ohne Vollnarkose durchgeführt werden. Die Behandlung mit der Echotherapie kann stationär oder ambulant erfolgen. Während der Behandlung liegen Sie bequem auf dem Rücken, der Hals ist gestreckt. Außerdem wird ein Ultraschall zur Kontrolle eingesetzt, so dass die therapeutischen Strahlen genau gesteuert werden können. Nach der Behandlung mit der Echotherapie können Sie in der Regel sofort Ihren Alltag wie gewohnt wieder aufnehmen.

Gibt es Studien zur Wirksamkeit der Echotherapie bei gutartigen Schilddrüsenknoten?

Klinische Untersuchungen bestätigen die Wirksamkeit der Echotherapie bei gutartigen Schilddrüsenknoten.

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Beispielsweise zeigte eine an der University of Hong Kong durchgeführte Studie, dass das Volumen gutartiger Schilddrüsenknoten sechs Monate nach der Behandlung mit der Echotherapie um durchschnittlich 68,3 % reduziert werden konnte¹.

¹B. Lang, Y. Woo, C. Wong; High-Intensity Focused Ultrasound for Treatment of Symptomatic Benign Thyroid Nodules; Radiology; 2017.

Eine aktuelle Übersicht veröffentlichter wissenschaftlicher Publikationen zur Echotherapie bei Schilddrüsenknoten, davon zahlreiche der Universität Frankfurt, finden Sie hier.

Wie funktioniert die Echotherapie?

Ähnlich den Sonnenstrahlen unter einer Lupe werden bei der Echotherapie Ultraschallwellen gebündelt.

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Sie erwärmen und schrumpfen den Knoten — ganz ohne Operation, Schnitte und Narben. Die Folge: Das zerstörte Gewebe schmilzt und der Körper baut es mit der Zeit eigenständig ab. Das umliegende gesunde Schilddrüsengewebe wird geschont und behält seine normale Funktion. Das ist wichtig, denn Patienten, denen die gesamte Schilddrüse oder große Teile davon entfernt wurden, müssen meist ihr Leben lang Hormone nehmen. Eine Echotherapie-Sitzung dauert nur etwa 20 bis 60 Minuten kann in der Regel ohne Vollnarkose durchgeführt werden. Die Behandlung mit der Echotherapie kann stationär oder ambulant erfolgen. Während der Behandlung liegen Sie bequem auf dem Rücken, der Hals ist gestreckt. Außerdem wird ein Ultraschall zur Kontrolle eingesetzt, so dass die therapeutischen Strahlen genau gesteuert werden können. Nach der Behandlung mit der Echotherapie können Sie in der Regel sofort Ihren Alltag wie gewohnt wieder aufnehmen.

Gibt es Studien zur Wirksamkeit der Echotherapie bei gutartigen Schilddrüsenknoten?

Klinische Untersuchungen bestätigen die Wirksamkeit der Echotherapie bei gutartigen Schilddrüsenknoten.

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Beispielsweise zeigte eine an der University of Hong Kong durchgeführte Studie, dass das Volumen gutartiger Schilddrüsenknoten sechs Monate nach der Behandlung mit der Echotherapie um durchschnittlich 68,3 % reduziert werden konnte¹.

¹B. Lang, Y. Woo, C. Wong; High-Intensity Focused Ultrasound for Treatment of Symptomatic Benign Thyroid Nodules; Radiology; 2017.

Eine aktuelle Übersicht veröffentlichter wissenschaftlicher Publikationen zur Echotherapie bei Schilddrüsenknoten, davon zahlreiche der Universität Frankfurt, finden Sie hier.
„Dank der Echotherapie bleibt das gesunde Gewebe bei der Behandlung von gutartigen Schilddrüsenknoten komplett verschont – und die Patienten sind nicht den Rest Ihres Lebens auf Medikamente angewiesen.“
Drs. Marc Hakman, Facharzt für Nuklearmedizin in Paderborn

Kostenerstattung

Wird die Behandlung von meiner Krankenkasse bezahlt?

Im Rahmen von individuell geschlossenen Sonderverträgen übernehmen aktuell folgende 27 Krankenkassen in Deutschland die Kosten der Echotherapiebehandlung als Alternative zur Operation  für ihre Versicherten: atlas BKK ahlmann, BKK 24, BKK Achenbach Buschhütten, BKK Akzo Nobel, BKK Deutsche Bank AG, BKK Linde, BKK Mahle, BKK Melitta plus, BKK Miele, BKK Mobil Oil, BKK Pfalz, BKK Public, BKK RWE, BKK Salzgitter, BKK VBU, BKK VerbundPlus, BKK Würth, Brandenburgische BKK, Continentale BKK, energie-BKK, HEK, NOVITAS BKK, pronova BKK, SIEMAG BKK, TUI BKK, R+V BKK, WMF BKK. Zudem bestehen zwei weitere Vereinbarungen mit Sonderkassen, und auch die AOK Bremen/Bremerhaven und die TK  übernehmen die Behandlungskosten an ausgewählten Standorten.

Wer hilft mir bei einem Antrag zur Kostenübernahme?

Auch die Geschäftsstelle des GesundheitsVerbund Nord (GVN) berät Sie hinsichtlich der Erstattungssituation. Die Mitarbeiter des GVN stehen Ihnen telefonisch unter 040 / 5004 89 23 oder per Mail unter info@gnweb.de für alle Fragen zur Verfügung und unterstützen Sie bei der Einreichung. Für eine „Kostenübernahme im Einzelfall“ können Sie eine Teilnahme- und Datenfreigabeerklärung bei einem der Echotherapiezentren unterschreiben. Ihr Arzt, Ihre Krankenkasse oder der GVN informiert Sie dann, ob der Antrag zur Behandlung bewilligt wurde. Falls Sie Mitglied der AOK Bremen/Bremerhaven oder der TK sind, kontaktieren Sie Ihre Kasse bitte direkt.

Ob auch Ihre Krankenkasse die Behandlungskosten im Rahmen einer Einzelfallentscheidung übernimmt, können Sie über unseren Rückrufservice in Erfahrung bringen:

Kontaktformular ›

Kostenerstattung

Wird die Behandlung von meiner Krankenkasse bezahlt?

Im Rahmen von individuell geschlossenen Sonderverträgen übernehmen aktuell folgende 26 Krankenkassen in Deutschland die Kosten der Echotherapiebehandlung als Alternative zur Operation  für ihre Versicherten: atlas BKK ahlmann, BKK 24, BKK Achenbach Buschhütten, BKK Akzo Nobel, BKK Deutsche Bank AG, BKK Linde, BKK Mahle, BKK Melitta plus, BKK Miele, BKK Pfalz, BKK Public, BKK RWE, BKK Salzgitter, BKK VBU, BKK VerbundPlus, BKK Würth, Brandenburgische BKK, Continentale BKK, energie-BKK, HEK, NOVITAS BKK, pronova BKK, SIEMAG BKK, TUI BKK, R+V BKK, WMF BKK. Zudem bestehen zwei weitere Vereinbarungen mit Sonderkassen, und auch die AOK Bremen/Bremerhaven und die TK  übernehmen die Behandlungskosten an ausgewählten Standorten.

Wer hilft mir bei einem Antrag zur Kostenübernahme?

Auch die Geschäftsstelle des GesundheitsVerbund Nord (GVN) berät Sie hinsichtlich der Erstattungssituation. Die Mitarbeiter des GVN stehen Ihnen telefonisch unter 040 / 5004 89 23 oder per Mail unter info@gnweb.de für alle Fragen zur Verfügung und unterstützen Sie bei der Einreichung. Für eine „Kostenübernahme im Einzelfall“ können Sie eine Teilnahme- und Datenfreigabeerklärung bei einem der Echotherapiezentren unterschreiben. Ihr Arzt, Ihre Krankenkasse oder der GVN informiert Sie dann, ob der Antrag zur Behandlung bewilligt wurde. Falls Sie Mitglied der AOK Bremen/Bremerhaven oder der TK sind, kontaktieren Sie Ihre Kasse bitte direkt.

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