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Fibroadenom

FRAGEN UND ANTWORTEN

Fibroadenome sind die am meisten verbreitete gutartige Veränderung der weiblichen Brust. Auch wenn die Diagnose erst einmal kein Grund zur Sorge ist, stellen sich Frauen dennoch viele Fragen rund um diese gutartigen Knoten.

Was ist ein Fibroadenom?


Zuallererst einmal können Sie beruhigt sein: Ein Fibroadenom ist zwar ein unter Umständen lästiger, aber gutartiger Knoten in der weiblichen Brust. Beim Betasten der Brust können Sie spüren, dass dieser Knoten frei-beweglich ist (siehe auch Selbstuntersuchung).

Typisch für ein Fibroadenom ist außerdem, dass es fest und glatt ist und eine klare Begrenzung hat. Die Größe kann ganz unterschiedlich sein – von unter einem bis über 15 cm Durchmesser ist alles möglich.

Wie oft kommt es vor, dass jemand ein Fibroadenom hat?

Mit einem Fibroadenom sind Sie nicht alleine: Schätzungsweise 10 von 100 Frauen entwickeln so einen Knoten. Damit sind Fibroadenome die häufigste gutartige Veränderung der Brust. Die meisten Frauen sind bei der Diagnose zwischen 15 und 35 Jahre alt. Aber auch im Alter zwischen 45 und 55 Jahren kommen Fibroadenome oft vor.

Wie bemerke ich ein Fibroadenom?

Viele Frauen haben zunächst keine Beschwerden, sondern sie entdecken zufällig oder bei der Selbstuntersuchung der Brust einen Knoten. Manchmal fällt das Fibroadenom auch erst bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt oder bei einer Mammographie auf.

Schmerzen sind bei einem Fibroadenom eher selten: Auch wenn man darauf drückt, ist der Knoten meistens unempfindlich. Sollten dennoch Schmerzen auftreten, dann ist aber auch das kein Grund zur Sorge. Auch ein Fibroadenom kann je nach Größe und Lage in der Brust spürbar oder sogar schmerzempfindlich sein. Das gilt natürlich besonders für die Zeit vor der Periode, wenn die Brust anschwillt.

Ist das Fibroadenom schon sehr groß, werden Empfindlichkeit und Spannungsgefühle in der Brust oft stärker. Auch kann es sein, dass der Knoten die Brust verformt, weil sich die Haut an dieser Stelle nach außen wölbt. 

Wie erkennt der Frauenarzt ein Fibroadenom?

Der Frauenarzt stellt erst einmal eine vorläufige Diagnose. Dazu schaut er sich die Brust genau an und tastet dann Brust und Achselhöhlen ab. Bemerkt er dabei Veränderungen, wird er eine Ultraschalluntersuchung und eventuell auch eine Mammographie durchführen. Eine Gewebeprobe, auch Biopsie genannt, ist wichtig, damit der Arzt mit Sicherheit sagen kann, dass es sich um einen gutartigen Knoten handelt. 

Wie schnell wird ein Fibroadenom größer?

Es ist schwer vorherzusagen, wie sich ein Fibroadenom entwickelt. Oft gibt es einen Wachstumsschub und dann wieder lange Zeit keine Veränderung. Manchmal bildet sich ein Fibroadenom auch spontan zurück. Beeinflusst wird das Wachstum stark von dem weiblichen Hormon Östrogen. Das erklärt auch, warum sich beispielsweise während einer Schwangerschaft Fibroadenome oft plötzlich vergrößern. 

Muss ein Fibroadenom behandelt werden?

Nicht jedes Fibroadenom muss unbedingt behandelt werden. Wichtig ist aber, dass Sie regelmäßig zu Ihrem Frauenarzt zur Kontrolluntersuchung gehen. Bei Frauen unter 35 Jahren ohne Vorbelastung durch Brustkrebs in der Familie und mit einem sehr kleinen Fibroadenom wird meistens empfohlen, einfach abzuwarten und regelmäßig zur Kontrolluntersuchung zu gehen. Wächst das Fibroadenom sehr schnell, muss es eventuell entfernt werden. Es gibt aber auch zahlreiche andere Faktoren, die für eine Behandlung sprechen können. So wird manchmal vor einer Schwangerschaft die Entfernung des Knotens empfohlen, um Problemen durch verstärktes Wachstum vorzubeugen. Auch die seelische Belastung durch eine Veränderung der Brustform oder Probleme im Alltag können unter Umständen für eine Behandlung sprechen. Die Entscheidung für oder gegen eine Therapie muss also ganz individuell getroffen werden. Besprechen Sie sich dazu mit Ihrem Frauenarzt. (Siehe auch Therapie oder Abwarten – was ist richtig für mich?

Wie wird ein Fibroadenom behandelt?

Die übliche Methode, um ein Fibroadenom zu entfernen, ist immer noch die Operation. Dazu wird meist unter Vollnarkose ein kleiner Schnitt gesetzt und der Knoten vollständig entfernt. Für die Behandlung sehr kleiner Fibroadenome gibt es auch verschiedene Methoden, die mit kleineren Schnitten arbeiten. Sie bezeichnet man als minimal-invasiv.

Alternativ dazu können Sie das Fibroadenom auch mit Echotherapie behandeln lassen. Bei dieser nicht-invasiven Technik wird der Knoten mit Ultraschall therapiert. Die Behandlung findet ambulant und mit örtlicher Betäubung statt. Narben entstehen dabei keine. (Siehe auch Was ist Echotherapie?

Ist ein Fibroadenom wirklich nicht gefährlich?

Es ist wohl für jede Frau im ersten Moment beängstigend, wenn sie einen Knoten in der Brust entdeckt. Ist aber durch den Arzt abgeklärt, dass es sich um ein Fibroadenom handelt, dann gilt erst einmal Entwarnung: Die Wahrscheinlichkeit, dass daraus doch noch ein bösartiger Tumor wird, ist extrem gering: Gerade einmal eines von 1.000 Fibroadenomen verändert sich auf diese Weise. [1,2,]  Oder anders ausgedrückt: Das Risiko, Brustkrebs zu bekommen, ist für eine Frau mit einem Fibroadenom genauso hoch oder niedrig wie für eine Frau ohne. Ein leicht erhöhtes Risiko haben nur Frauen mit mehreren oder komplexen Fibroadenomen [3,4]

Referenzen:
[1] Buzanowski-Konaky K, Harrison EG Jr, Payne WS: Lobular carcinoma arising in fibroadenoma of the breast. Cancer 1975; 35(2):450-456.
[2] Dupont WT, Page DL, Parl FF, Vnencak-Jones CL et al.: Long-term risk of breast cancer in women with fibroadenoma. N Engl J Med 1994; 331:10-15.
[3] Sklair-Levy M, Sella T, Alweiss T et al.: Incidence and management of complex fibroadenomas. AJR Am J Roentgenol. 2008; 190(1):214-18.
[4] Worsham MJ, Raju U, Lu M et al.: Risk factors for breast cancer from benign breast disease in a diverse population. Breast Cancer Res. Treat. 2009; 118(1):1-7.

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