Gibt es Krampfadern die man nicht sieht?

Krampfadern entstehen durch eine sogenannte chronische venöse Insuffizienz (CVI), ein Venenleiden welches sich in Form von verminderter Funktionsfähigkeit auszeichnet. Venen haben die Aufgabe Blut zurück zum Herzen zu pumpen. In den Beinen muss dabei der Schwerkraft entgegengewirkt werden. Um den Blutfluss in die gewollte Richtung zu lenken, besitzen Venen innenliegende Klappen, die sich öffnen und schließen können. Dadurch kann verhindert werden, dass Blut in die Beine zurückfließt und sich dort ansammelt. Liegt jedoch eine Insuffizienz vor, funktionieren diese Venenklappen nicht richtig und Blut kann teilweise in die falsche Richtung fließen. Das bezeichnet man auch als venösen Reflux. Durch die Ansammlung von Blut im Bein und den dadurch hervorgerufenen erhöhten Druck auf die Venenwände, werden diese gedehnt und können mit der Zeit an Stabilität verlieren. Weiten sich die Venen, schließen die Klappen noch schlechter und der Krankheitsverlauf kann sich verschlimmern.1,2

Sind alle Krampfadern sichtbar?

Sichtbare Krampfadern sind oftmals nur ein Teil des erkrankten Venensegments – das volle Ausmaß der Venenerkrankung ist oft von außen nicht sichtbar und liegt oft tiefer unter der Haut. Aus diesem Grund wird manchmal auch von “versteckten Krampfadern“ gesprochen, das die Venen beschreibt, die man zwar von außen nicht sieht, aber Unheil im Beininneren hervorrufen können.

Muss ich unsichtbare Krampfadern behandeln?

Krampfadern oder auch „Varizen“ sind in der Regel eine fortschreitende Erkrankung. In einem frühen Stadium treten häufig keine Beschwerden oder Schmerzen auf und es besteht meist kein unmittelbarer Bedarf für eine medizinische Behandlung. Dennoch können sich mit der Zeit Symptome einstellen oder verschlimmern und beispielsweise Schmerzen oder wunde Haut bis hin zu Beingeschwüren auftreten. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.3

Gibt es gefährliche „versteckte“ Krampfadern?

Bei Menschen mit Fettleibigkeit (Adipositas) kann es schwer sein Krampfadern in einem frühen Stadium festzustellen und zu erkennen. Während die verdrehten und geschwollenen Venen bei Patienten mit normalem Gewicht leicht sichtbar sind, zeigen adipöse Patienten oft keine sichtbaren Anzeichen von Krampfadern. Dies kann dazu führen, dass die Patienten viel später zum Arzt gehen als Patienten mit normalem Gewicht, wodurch adipöse Patienten einem höheren Risiko für weitere Komplikationen und Beingeschwüren ausgesetzt sind.

Sind Krampfadern schmerzhaft?

Darüber hinaus verursacht Übergewicht auch Schwierigkeiten bei der genauen Beurteilung und Behandlung von Krampfadern. In der Regel wird eine Doppler-Ultraschalluntersuchung durchgeführt, die es dem Arzt ermöglicht, die Venen unter der Haut zu sehen und zu bestimmen, ob das Blut in die richtige Richtung fliesst. Da die Venen bei stark übergewichtigen Patienten in der Regel tiefer im Gewebe liegen, kann die Sichtbarkeit beeinträchtigt werden und die Diagnose wird weniger genau. Dies kann eine effiziente Behandlung erschweren.4

Risiken bei Krampfadern sind die oben aufgeführten, aber auch die Entstehung von Thrombosen.

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